Ihr Erkennungszeichen ist die rote Rose, die gleich zwei Facetten ihrer Persönlichkeit zum Ausdruck bringt. Elfie möchte die Liebe in alle Welt tragen und dieselbe permanent umarmen. Dabei setzt sie auf Tradition, eine Haltung, die sie mit den kölschen Ureinwohnern und dem Karneval gemeinsam hat. Dass böse Zungen behaupten, Elfie sei ein wenig  altmodisch, pflegt sie zu ignorieren, denn Boshaftigkeit liegt der notorischen Philantropin so fern wie der Kölnerin Düsseldorf. Stattdessen setzt die goldgelockte Elfie, gewandet in schimmernde Seide , die blonde Lockenpracht mit einer Haarspange gebändigt, auf die Kraft der Romantik, wie sie in ihrem persönlichen Mottolied „Rud sin de Ruse“ aufs Schönste besungen wird. So hängt Elfie ihrem Traum von Hätz und Jlück unerschütterlich an, wobei sie den Glücksbegriff für sich, je nach aktueller Lebenslage, immer wieder neu definiert. Tief beeindruckt von Elfies edler Adels-Attitüde und ihrer Herkunft aus hohem Hause (die Stammbaum-Urkunde ist bis dato in den Tiefen von Elfies Karnevalskiste verschollen), holten die Ützchen und Knützchen Elfie in ihren erlauchten Kreis und amüsieren sich seither königlich mit ihr. Dass sich Elfie aufgrund ihrer gehobenen gesellschaftlichen Stellung als Trendsetterin betrachtet, ist eine Einschätzung, die ihre Mitjeckinnen wie überhaupt der Rest der Welt nicht zwingend teilen. In erleuchteten Momenten ist aber auch Elfie klar, dass ihre Kernkompetenz in der Pflege des Brauchtums liegt. Denn wie lautet die altbekannte Weisheit einer großen Traditions-Dichterin: Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose. (Text: Chantal Louis)

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